Welche Schritte sind nötig?

Welche Schritte sind nötig für einen Heimeintritt?

Die eigene Unabhängigkeit bewahren, ein Wunsch jedes Menschen. Wer im Alltag regelmässig Hilfe und Pflege benötigt, kann dieses Ziel unter Umständen mit einem Umzug in ein Pflegeheim bestmöglich erreichen. Vielleicht führen aber auch andere Massnahmen zum Ziel.

1. Situation prüfen und Angebote abklären

Neben der Prüfung eines Heimeintritts gibt es vielleicht andere Möglichkeiten, für die betroffenen Personen Lösungen zu finden. Geprüft werden können zum Beispiel:

  • Beratung durch Pro Senectute beider Basel.
  • Beratung durch die Alzheimervereinigung beider Basel
  • Entlastung durch die Spitex oder einen privaten Pflegedienst
  • Möglichkeiten für betreutes Wohnen
  • ein zeitlich begrenzter Aufenthalt in einem Heim («Ferien- und Entlastungsplätze»)
  • regelmässige oder punktuelle Entlastung in einer Tages- oder Nachtstruktur («Tagesstätte»)
  • Nutzung von Hilfsmitteln (z.B. von Pro Senectute oder dem Roten Kreuz Baselland)
  • Abonnement für einen fest installierten oder mobilen Notruf (z.B. vom Roten Kreuz Baselland oder von der Aerztegesellschaft beider Basel)

 

 

2. Kontakt aufnehmen mit der Fachstelle der Wohnortgemeinde

Das Gesetz über Betreuung und Pflege im Alter verpflichtet jede Gemeinde eine Fachstelle für Altersfragen zu betreiben. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeindeverwaltung, wer für die Fachstelle zuständig ist. Hier erhalten Sie Informationen über die Angebote, die in Ihrer Region zur Verfügung stehen.

3. Kontakt aufnehmen mit einem Heim

Wenn Sie einen Heimeintritt näher prüfen wollen, nehmen Sie Kontakt auf mit dem Alters- und Pflegeheim in ihrer Region oder mit einem anderen Baselbieter Heim, für das Sie sich interessieren. Die Heime geben Ihnen gerne Auskunft über freie Plätze, Wartefristen und Einzelheiten zum Eintritt. Die Verfügbarkeit von geeigneten Heimplätzen und die Einzelheiten für den Eintritt können von Heim zu Heim unterschiedlich sein.

Für Viele bringt ein Heimeintritt nach einer gewissen Einfindungszeit eine positive Entwicklung. Es kommt vor, dass Bewohner bedauern, dass sie diesen Schritt nicht früher gewagt haben. Es lohnt sich, rechtzeitig Informationen über verschiedene Heime und deren Angebote einzuholen. Einen direkten Einblick können Sie auf verschiedene Weise gewinnen, z.B. durch Besuche im Restaurant, einen Schnupperaufenthalt in einem Ferienzimmer oder durch andere Dienstleistungen, die ein Heim für Gäste anbietet.

4. Finanzierung des Heimaufenthalts abklären

Niemand muss im Kanton Basel-Landschaft aus finanziellen Gründen auf notwendige Pflege und Betreuung verzichten. Das Heim Ihrer Region oder Ihrer Wahl unterstützt sie bei den Abklärungen, die zur Sicherstellung der Finanzierung eines Heimaufenthalts nötig sind. Bei den Ausgleichskassen können Anträge für Ergänzungsleistungen und Hilflosenentschädigungen gestellt werden.

5. Zeitplan für den Heimeintritt und weitere Detailfragen mit dem Heim besprechen

Wenn klar ist, in welches Heim ein Eintritt erfolgt, besprechen Sie die Einzelheiten für den Umzug mit dem Heim. Klären Sie, welche persönlichen Möbel und Gegenstände mitgenommen werden können. Wenn Sie selbst für die Versorgung eines Haustiers aufkommen können, bieten einige Heime die Möglichkeit, ein Haustier mitzunehmen. Besprechen Sie ihre Wünsche und die vor Ort bestehenden Möglichkeiten. 

Jede Person bringt ihre reiche Lebenserfahrung und persönliche Erwartungen mit. Das Heimpersonal hat die Aufgabe, individuelle Vorstellungen mit einer professionellen Pflege und Betreuung in Einklang zu bringen. Dies stärkt die vorhandenen Ressourcen. Zum Beispiel kann die selbständige Körperpflege in einer Institution mit der geeigneten Infrastruktur und Unterstützung einfacher sein als zu Hause. Die Mobilität im Haus kann sich verbessern, weil keine Stufen und Schwellen im Weg sind. Die vorhandene Kraft kann auf eigene Wünsche konzentriert werden, weil die Bewältigung des Alltags sich vereinfacht.

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