Geschichte APH BL

Geschichte der Baselbieter Pflegeheime

Die stationäre Langzeitpflege im Kanton Basel-Landschaft zeichnet sich heute aus

  • durch einen durchgehend guten Qualitätsstandard in den Alters- und Pflegeheimen
  • durch eine sichere Finanzierung der Pflegeplätze

Seit der Kantonstrennung 1832 sah der Kanton Basel-Landschaft in der Fürsorge für Arme und Kranke eine wichtige Aufgabe. 

1954 reichte Dr. Bruno Balscheit, Pfarrer in Läufelfingen, im Landrat folgende Motion ein: „Der Regierungrat wird eingeladen, dem Landrat Bericht und Antrag zu erstatten, auf welche Weise vom Staate aus – eventuell in Verbindung mit gemeinnützigen Institutionen – dem dringenden Bedürfnis nach Alters- und Pflegeheimen entsprochen werden kann.“ Im Gesetz über das Spitalwesen und den dazu gehörenden Ausführungsbestimmungen wurde in der Folge die Bestimmung aufgenommen, dass der Kanton sich u.a. auch an nichtkanonseigenen Alters- und Pflegeheimen beteiligt. Der Kanton gewährte anfänglich einen Zuschuss von 26% an die Investitionskosten von Altersheimen, 33% an die Investitionskosten von Alters- und Pflegeheimen. Von 1973 bis 1985 leistete die AHV Investitionsbeiträge, so dass die kantonalen Beiträge auf 15% gesenkt wurden. 

Als erster Kanton erstellte Baselland 1973 – 1975 ein Leitbild „Alterspflege Baselland“. 

Bereits in den Siebzigerjahren wurden die Beiträge erhöht für Alters- und Pflegeheime mit Stützpunktfunktion. So wurde die Betreuung älterer Menschen durch Mahlzeitendienste, Auskuft und Beratung, Altersturnen, Therapien, Fusspflege u.s.w. gefördert. Es wurden auf Grund des erwarteten Bettenbedarfs und regionaler Rahmenbedingungen Altersheimregionen gebildet, die mit wenigen Aenderungen bis heute Grundlage der Bedarfsplanung und Verantwortlichkeit für die Alters- und Pflgeheime sind. 

Von Anfang an standen bei der Planung und Realisierung der baselbieter Alters- und Pflegeheime folgende Standards im Vordergrund: 

  • Wahrung der Intimsphäre der Bewohnerinnen und Bewohner
  • nach Möglichkeit Einzelzimmer mit eigenem WC und Dusche
  • Etagenbäder
  • Möblierung der Zimmer mit eigenen Möbeln
  • Sicherung der Finanzierung durch Deckung von Finanzierungslücken über kantonale Beiträge (heute Gemeindebeiträge)

Literatur:

  • Handschin, Hans, Die Alters- und Pflegeheime im Baselbiet, in: Baselbieter Heimatbuch, Band 15, Liestal, 1986, S. 57ff
  • Leitbild Alterspflege Baselland, Sanitätsdirektion Baselland, 1975
  • Chronik des Kantons Basel-Landschaft, Homepage des Kantons (www.baselland.ch)

Autor: Andi Meyer

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