MiGeL

MiGeL Entschädigung durch die Krankenversicherer

Seit 2015 wird die Vergütung der Kosten für MiGeL Produkte von den Krankenversicherern nicht mehr einheitlich gehandhabt.  Für die Baselbieter Alterszentren und Pflegeheime sind folgende Themenbereiche wichtig:

  1. Empfehlung an die Mitglieder bis Ende 2017
  2. Verrechnung ab 1. Januar 2018
  3. Rückabwicklung 2015 - 2017 
  4. Langfristig: Anpassung der Beiträge der Versicherer
  5. News-Beiträge zum Thema MiGeL

Empfehlung an die Mitglieder bis Ende 2017 

  • CURAVIVA Baselland und CURAVIVA Schweiz empfehlen ihren Mitgliedern, die MiGeL bis Ende 2017 wie gewohnt zu verrechnen. Gemäss bisheriger Empfehlung umfasst dies: 
    • die MiGeL Teilpauschalen den Versicherern weiterhin in Rechnung stellen
    • quartalsweise einen Kontoauszug der betroffenen Krankenversicherer zu erstellen und diesen per Post zustellen
    • Ende Jahr eine Gesamtaufstellung des Kontoauszugs per Einschreiben an die jeweiligen Versicherer schicken
  • Sofern Versicherer bereits Forderungen stellen sollten, können diese verweigert we-den mit dem Hinweis auf die national stattfindenden Koordinationsgespräche.

Verrechnung ab 1. Januar 2018

CURAVIVA Baselland und CURAVIVA Schweiz gehen davon aus, dass die MiGeL-Teilpauschalen ab 1. Januar 2018 von den Krankenversicherern ausnahmslos nicht nicht mehr bezahlt werden.

Für CURAVIVA Baselland und CURAVIVA Schweiz ist klar, dass die Restfinanzierer (im Falle von BL die Gemeinden über die Pflegenormkosten) diese Kosten ab 1. Januar 2018 übernehmen müssen. 

Ein Antrag an den Baselbieter Regierungsrat, die Pflegenormkosten (gegebenenfalls rückwirkend) per 1. Januar 2018 um Fr. 1.40 pro Pflegestunde anzupassen wurde bereits am 25.05.2017 gestellt und wird vor Weihnachten noch einmal - mit entsprechenden Zusatzinformationen - beim Regierungsrat deponiert. 

Zu beachten ist auf jeden Fall, dass die Kosten für MiGeL-Produkte entsprechend verbucht und in der Kostenrechnung ausgewiesen werden. 

Rückabwicklung 2015 - 2017

Es ist zu befürchten, dass alle Versicherer eine Rückerstattung der in den Jahren 2015 - 2017 geleisteten Zahlungen im Rahmen der MiGeL-Teilpauschale zurückfordern werden. Die Versicherer verweisen darauf, dass das BAG die Umsetzung von Urteilen des BVG überprüft, wenn diese kostenrelevant sind. Sie sehen deshalb keinen Verhandlungsspielraum im Blick auf die Rückforderungen. Die Kosten müssen gemäss BVG jedoch von den Restfinanzierern (Kanton oder Gemeinden) übernommen werden.

CURAVIVA Schweiz setzt sich dafür ein, dass die Rückabwicklung direkt zwischen Versicherern und Kantonen erfolgt und die Mitgliedinstitutionen nicht direkt involviert sind.

Zurzeit (Stand 15.12.2017) gibt es noch keine Informationen zum genauen Vorgehen und es sind noch keine Empfehlungen für Vorbereitungen möglich.  

Langfristig: Anpassung der Beiträge der Versicherer

Seit Einführung der neuen Pflegefinanzierung 2011 leisten die Krankenkassen einen Beitrag von Fr. 9.- pro 20 Minuten Pflegeleistung. CURAVIVA Schweiz setzt sich auf nationaler Ebene dafür ein, dass dieser Beitrag so bald wie möglich erhöht wird. Dies ist nicht nur im Blick auf die MiGeL-Kosten, sondern auch im Blick auf die Entwicklung der Kosten in den letzten sieben Jahre dringend erforderlich. Denn: Jeder Franken an Mehrkosten in der Pflege muss von der öffentlichen Hand übernommen werden, während die Kassenbeiträge konstant bleiben. Die Höhe der Kassenbeiträge wird vom Bundesrat festgelegt. Es ist zurzeit noch nicht absehbar, wann eine entsprechende Anpassung erfolgen wird. 

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